Schadenfreiheitsklasse berechnenSchadenfreiheitsklasse berechnen – Rabatt bei der Kfz Versicherung

Wenn Sie wissen wollen, wie sich die Schadenfreiheitsklasse berechnen lässt, sollten Sie jetzt weiterlesen. Bei der Kfz Versicherung sollen Autofahrer, die wenig Schäden verursachen, belohnt werden durch den sogenannten Schadenfreiheitsrabatt. Schließlich kosten sie die Versicherer ja auch weniger. Dazu wird jeder Versicherungsnehmer in eine Schadenfreiheitsklasse eingestuft. Im Laufe der Zeit ändert sich diese Schadenfreiheitsklasse. Deshalb erklären wir Ihnen nachfolgend, wie Sie Ihre aktuelle Schadenfreiheitsklasse berechnen können.

Schadenfreiheitsklasse berechnen anhand der schadenfreien Jahre

Wenn Sie beim erstmaligen Abschluss einer Autoversicherung die Schadenfreiheitsklasse berechnen wollen, kommt es darauf an, wie lange Sie bereits Ihren Führerschein haben. Fahranfänger, die erst seit weniger als drei Jahren einen Führerschein besitzen, werden bei Vertragsbeginn zunächst in die teure SF Klasse 0 eingestuft. Wer bereits seit mehr als drei Jahren einen Führerschein hat, kann bei den meisten Versicherungen direkt mit der günstigeren Sf-Klasse ½ einsteigen. Für Zweitwagen bieten viele Versicherer sogar eine noch günstigere Einstufung zum Start an. Danach wird die Schadenfreiheitsklasse des Versicherten jedes Jahr angepasst.

Solange Sie Ihrer Kfz Versicherung keinen Schaden melden, können Sie Ihre Schadenfreiheitsklasse also einfach anhand der schadenfreien Jahre ermitteln. Denn nach jedem Jahr ohne Unfall setzt die Versicherung die Schadenfreiheitsklasse des Versicherten eine Stufe nach oben. Es gibt allerdings eine Obergrenze für die Schadenfreiheitsklassen. Wurde diese Obergrenze erreicht, erfolgt keine weitere Hochstufung mehr. Diese Obergrenze kann von Versicherer zu Versicherer variieren. Bei der Allianz und der HUK Coburg liegt die Obergrenze bei SF Klasse 35. Bei der Verti Versicherung geht das Rabattsystem sogar bis SF Klasse 36.

Rückstufung der SF Klasse nach einem Schaden

Etwas kompliziert wird das Berechnen der Schadenfreiheitsklasse, wenn ein Schaden vorliegt. Nachdem der Versicherte seiner Versicherung einen Schaden gemeldet wird, wird seine Schadenfreiheitsklasse zu Beginn des Folgejahres herabgesetzt. In diesem Fall aber nicht nur um eine Stufe, sondern gleich um mehrere Stufen. Es lässt sie jedoch nicht pauschal sagen, um wie viele Stufen ein Versicherter nach einem Schaden an seinem Auto zurückgestuft wird. Die Rückstufung hängt von folgenden Faktoren ab:

Denn dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle:

  • bisherige SF Klasse
  • Anzahl der Schäden pro Jahr
  • Versicherungsgesellschaft

Wenn Sie nach einem Unfall die neue Schadenfreiheitsklasse berechnen wollen, müsse sie deshalb auf die Rückstufungstabelle der Versicherungen zurückgreifen. Aus dieser Rückstufungstabelle können Sie direkt ersehen, auf welche SF Klasse Sie nach einem Unfall mit Ihrem Auto zurückfallen würden. Die Rückstufungstabelle finden Sie in den allgemeinen Versicherungsbedingungen (AKB) Ihrer Kfz Versicherung. Wenn Sie Ihren Rabatt vor einer Rückstufung nach einem Unfall schützen wollen, gibt es die Möglichkeit im Vertrag einen Rabattschutz gegen Aufpreis zu vereinbaren.

Unterschiedliche Schadenfreiheitsklassen für Vollkasko und Haftpflicht

Wenn man die Schadenfreiheitsklasse berechnen will, gilt es zu beachten, dass für die Vollkaskoversicherung und die Kfz Haftpflichtversicherung jeweils unterschiedliche Schadenfreiheitsklassen gelten. Es ist also durchaus möglich, dass ein Versicherungsnehmer bei der Kfz Haftpflichtversicherung bereits eine höhere Sf Klasse erreicht hat als bei der Vollkaskoversicherung. Das richtet sich immer nach dem bisherigen Schadensverlauf. Bei der Teilkaskoversicherung hingegen gibt es generell keinen Schadenfreiheitsrabatt. Folglich brauchen Sie auch keine Schadenfreiheitsklasse ermitteln bei der Teilkasko.

Wie wirken sich die SF Klassen auf den Versicherungsbeitrag aus?

Nachdem Sie nun wissen, wie Sie Ihre Schadenfreiheitsklasse berechnen können, stellt sich nun natürlich noch die Frage, wie sich diese auf den Versicherungsbeitrag auswirkt. Grundsätzlich ist es so, dass jeder SF-Klasse ein ganz bestimmter Beitragssatz zugeordnet wird. Dabei gilt ganz allgemein, je höher die SF Klasse desto niedriger der vom Versicherungsnehmer zu zahlende Beitragssatz. Folglich wird die Kfz Versicherung für den Versicherten mit steigender Schadenfreiheitsklasse immer günstiger. Wie hoch der jeweilige Beitragssatz in der jeweiligen SF Klasse sein soll, kann aber von jedem Versicherer individuell festgelegt werden. Wenn Sie wissen wollen, wie hoch bei Ihrer Versicherung der Beitragssatz für die jeweilige SF-Klasse ausfällt, hilft ein Blick in die Schadenfreiheitsrabatt Tabelle ihrer Kfz Versicherung. Nachfolgend können Sie sich die Schadenfreiheitstabelle der HUK Coburg Versicherung ansehen.

Schadenfreiheitsklasse

Beitragssatz Kfz Haftpflicht in %

Beitragssatz Vollkasko in %

35

20

20

34

21

21

33

22

22

32

23

23

31

24

23

30

24

23

29

24

24

28

25

24

27

25

25

26

26

25

25

26

25

24

27

26

23

27

26

22

28

27

21

28

27

20

29

28

19

30

29

18

31

29

17

31

30

16

32

31

15

33

31

14

34

32

13

35

33

12

37

34

11

38

35

10

39

36

9

41

37

8

43

38

7

45

39

6

47

40

5

50

42

4

53

43

3

56

45

2

60

47

1

65

50

½

80

55

S

95

0

100

60

M

134

80

 

Wenn Sie bei einer anderen Versicherung als der Huk Coburg unter Vertrag stehen, finden Sie die jeweils gültige Schadenfreiheitsrabatt Tabelle in den allgemeinen Versicherungsbedingungen (AKB) Ihrer Autoversicherung.

Schadenfreiheitsrabatt beim Versicherungswechsel

Viele Autofahrer scheuen den Wechsel zu einer günstigeren Kfz Versicherung, weil sie befürchten, durch den Versicherungswechsel ihren über die Jahre hart erarbeiteten Schadenfreiheitsrabatt zu verlieren. Doch diese Befürchtung ist gänzlich unbegründet. Beim Wechsel zu einer anderen Autoversicherung können Sie Ihren Rabatt mitnehmen. Nach dem Versicherungswechsel wird die neue Versicherung bei der Vorversicherung die Anzahl der schadenfreien Jahre erfragen und den Neukunden direkt in die entsprechende Schadenfreiheitsklasse einstufen. Lediglich Sondereinstufungen, wie etwa bei einem Tarif mit Rabattschutz, werden bei einem Wechsel zu einer anderen Autoversicherung nicht übernommen.